MELDUNG

Bio-CNG von CO₂-Steuer befreit

Seit Anfang des Jahres sind Autofahrer mit sogenannten „grünen Verbrennern“, welche mit Bio-CNG fahren, von der neuen CO₂-Abgabe befreit.

Die Bundesregierung honoriert damit die deutliche CO₂-Einsparung von Bio-CNG mit bis zu 90 % gegenüber Benzin und Diesel. Die Befreiung des CO₂-Zuschlags für Bio-CNG ist zunächst für zwei Jahre gültig. Danach variiert der CO₂-Preis, je nach Rohstoffbasis für die Herstellung des Biomethans. Im besten Fall, etwa bei der vollständigen Gewinnung aus Rest- und Abfallstoffen, bleibe Bio-CNG als Kraftstoff jedoch auch dann vom CO₂-Preis befreit, so die Prognose des Münchener NGO CNG Club e.V.

Demnach lohnt sich der Wechsel zu einem „grünen Verbrenner“ bei PKWs sowie bei LKWs. Schließlich haben auch Betreiber von CNG-Stationen, die ihr Kraftstoffangebot auf Biomethan umstellen, einen klaren Wettbewerbsvorteil, erklärt Miklós Graf Dezasse, Präsident des CNG-Club e. V., mit Blick auf die neue CO₂-Abgabe und die damit verbundenen höheren Kosten, vor allem für Benzin- und Dieselfahrer. Hier führte die Bepreisung dazu, dass Benzin um rund sieben Cent pro Liter mehr kostet und Diesel knapp acht Cent teurer geworden ist. Etwas geringer fällt die Mehrbelastung für CNG-Fahrer aus, die fossiles Erdgas tanken. Auf fossile Energieträger, wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel, wird in Deutschland seit Anfang des Jahres ein CO₂-Preis erhoben. Dieser liegt aktuell bei 25 Euro pro Tonne. Bis 2025 soll der Preis sukzessive auf 55 Euro pro Tonne klettern. In der Regel werde dieser Aufschlag direkt an den Tankkunden weitergegeben.

„Der CO₂-Preis setzt ein ganz klares Signal, nämlich: CO₂ auszustoßen, wird im Vergleich zu klimafreundlichen Alternativen verlässlich teurer“, erklärte die Bundesumweltministerin Svenja Schulze. "Das beeinflusst Investitionsentscheidungen. So werde der CO₂-Preis den Trend unterstützen, dass zunehmend mehr Bürger auf erneuerbare Energien und damit auf klimafreundliche Alternativen umsteigen“, so die Ministerin.

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