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Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Überblick

Wichtigstes Instrument für die Förderung Erneuerbarer Energien ist in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Sinn und Zweck des EEG ist der Klima-und Umweltschutz, eine nachhaltige Energieversorgung, die Verringerung der volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung, die Schonung fossiler Ressourcen und die Weiterentwicklung der Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Zur Erreichung dieser Ziele sieht das EEG den vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien an die Stromnetze der allgemeinen Versorgung, die vorrangige Abnahme, Übertragung und Verteilung des erzeugten Stroms vor.

Das EEG enthält eine Reihe von Regelungen zur Biogaseinspeisung. Diese sind zuletzt durch die zum 1. August 2014 in Kraft getretene Novellierung geändert worden. 

EEG 2014 - Gesetzestext (303 KB) PDF

Auslegungshilfe zur Massenbilanzierung (297 KB) PDF

EEG, Daten und Fakten zu Biomasse – Die Novelle 2014 (107 KB) PDF

Einen Überblick über die für die Verstromung von Biomethan wesentlichen Vergütungsregelungen erhalten Sie hier

a) Gesetzeszweck
Zweck des EEG ist es, zu einer nachhaltigen Gestaltung der Energieversorgung in Deutschland beizutragen, die volkswirtschaftlichen Kosten zur Deckung des Energiebedarfs so gering wie möglich zu halten, fossile Ressourcen zu schonen, die Weiterentwicklung der Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern und insgesamt einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nach der EEG Novelle 2012 soll der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 nunmehr auf 35 Prozent und bis spätestens 2050 insgesamt auf 80 Prozent erhöht werden. Neben Biomasse (Biogas) wird auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Deponie-/ Klär- und Grubengas, Windenergie und Solarenergie gefördert.

b) Vorrangiger Netzanschluss und vorrangige Abnahme 
Das EEG beinhaltet einen Anspruch auf vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien an die Stromnetze der allgemeinen Versorgung und gewährleistet die vorrangige Abnahme, Übertragung und Verteilung des erzeugten Stroms. 

c) Garantierte Einspeisevergütung für den erzeugten Strom
Darüber hinaus sieht das EEG insbesondere eine garantierte Einspeisevergütung vor. Die Vergütung wird für das Jahr der Inbetriebnahme und weitere 20 Jahre zu einem festen Satz garantiert. Die Höhe der Einspeisevergütung ist energieträgerspezifisch und soll die jeweiligen Stromerzeugungskosten abdecken sowie eine gewisse Rendite erlauben. 

Das EEG sieht dabei eine Degression der Vergütungssätze vor. Zwar bleibt die Höhe der Vergütung, die für das Jahr der Inbetriebnahme einer Anlage gilt, für die gesamte Vergütungsdauer von 20 Jahren konstant. Für Anlagen, die in einem späteren Jahr in Betrieb genommen werden, gelten jedoch niedrigere Vergütungssätze als für solche, die in einem früheren Jahr in Betrieb gehen. Durch die Degression soll sichergestellt werden, dass Anlagenhersteller Kostenvorteile durch Technologieentwicklung und Massenproduktion an den Käufer weiterreichen.

d) Nutzung von Biomethan über die „Gasabtauschregel“
Das EEG fördert die Biogaseinspeisung durch eine Fiktion. Aus einem Gasnetz entnommenes Gas gilt dann als Biomasse, wenn die Menge des entnommenen Gases im Wärmeäquivalent der Menge von Biogas entspricht, das an anderer Stelle in das Gasnetz eingespeist worden ist. Die ein- und ausgespeiste Menge muss dabei nicht jederzeit, sondern nur am Ende jedes Kalenderjahres übereinstimmen. Der aus dem entnommenen Gas produzierte Strom wird nach dem EEG vergütet. Hierdurch kann das Biomethan effizient dort in KWK-Anlagen eingesetzt werden, wo nicht nur der Strom genutzt werden kann, sondern darüber hinaus eine Nachfrage nach der zugleich erzeugten Wärme besteht.

Der Anschluss der Aufbereitungsanlagen an das Erdgasnetz wird durch die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) geregelt, die Kosten der Durchleitung durch die Gasnetzentgeldverorndnung (GasNEV).

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Rechtsthemen