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DVGW Regelwerke

In den Arbeitsblättern des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) sind die aus technischer Sicht grundlegenden Anforderungen an Gase und deren Qualität in Netzen der öffentlichen Versorgung festgelegt.

 

 

Systemgrenzen nach DVGW-Arbeitsblatt G 262 (zur Vergrößerung klicken)
Das Bild zeigt die Lage der Systemgrenze nach DVGW-Arbeitsblatt G 262. Der Biogasproduzent "übergibt" das Biogas nach der Aufbereitung an den Netzbetreiber. Die Anpassung des Druckniveaus liegt in der Pflicht des Netzbetreibers.

 

Relevant für die Einspeisung von Biomethan sind insbesondere die DVGW-Arbeitsblätter G 260, G 262 und G 685, auf die die GasNZV Bezug nimmt. Der Einspeiser von Biomethan hat sicherzustellen, dass am Einspeisepunkt und während der Einspeisung das Biomethan den Voraussetzungen der DVGW-Arbeitsblätter G 260 und G 262 genügt. Der Netzbetreiber ist dafür verantwortlich, dass das Gas am Ausspeisepunkt den eichrechtlichen Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts G 685 entspricht.

Nach dem statischen Verweis in der GasNZV sind entscheidend die Vorgaben der 2007 geltenden Arbeitsblätter. Es sind also, obgleich mittlerweile das Arbeitsblatt G 260 (2008), das Arbeitsblatt G 262 (2011) und auch das Arbeitsblatt G 685 (2008) neu aufgelegt wurden, nach wie vor das Arbeitsblatt G 262 aus dem Monat November 2004, das Arbeitsblatt G 260 aus dem Monat Januar 2000 und das Arbeitsblatt G 685 aus dem Monat März 1993 für die Bestimmung der gesetzlichen Anforderungen an die Gasqualität heranzuziehen.

Die Grundlage für die Bestimmung der vom Einspeiser zu fordernden Gasqualität bildet das Arbeitsblatt G 262 („Nutzung von Gasen aus regenerativen Quellen in der öffentlichen Gasversorgung“). Das Biomethan muss die in diesem vorgegebene stoffliche Zusammensetzung aufweisen. Das Arbeitsblatt G 260 („Gasbeschaffenheit“) hingegen trifft Regelungen zur Gasqualität im Netz. Das zur Einspeisung angebotene Biomethan muss bezogen auf die im Netz vor Ort vorhandene Gasfamilie den im Arbeitsblatt G 260 definierten Parametern genügen.

Der Netzbetreiber ist hingegen dafür verantwortlich, dass das Gas am Ausspeisepunkt den Vorgaben Arbeitsblattes G 685 („Gasabrechnung“) entspricht. Dieses definiert die Grundlagen für die Ermittlung der Daten zur Gasabrechnung gegenüber dem Endkunden. Insbesondere sind dies Vorgaben zur Ermittlung des Abrechnungsvolumens und des Abrechnungsbrennwertes.

Ergänzend ist vom DVGW im Dezember 2011 das Merkblatt G 290 „Rückspeisung von eingespeistem Biogas bzw. Erdgas in vorgelagerte Transportleitungen“ veröffentlicht worden. Diesem kommt mangels Bezugnahme in der GasNZV zwar nicht die Verbindlichkeit der vorgenannten Arbeitsblätter zu, dennoch kann es für die Einspeisung von Biogas Relevanz erlangen, als es die in der GasNZV vorgesehene Rückspeisung von Gas in vorgelagerte Netze zur Kapazitätserhöhung thematisiert. Konkret wird dort die Notwendigkeit und Möglichkeit der insofern gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen Deodorierung, Entfernung von Sauerstoff und Nachtrocknung thematisiert. 

 

Die DVGW-Regelwerke können hier Externer Link bezogen werden.

Quellen: dena, Schnutenhaus & Kollegen Externer Link

 

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Rechtsthemen