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Verkauf und Handel

Der Transport und Verkauf des eingespeisten Biomethans kann über eine Biogas- oder Erdgashandelsgesellschaft erfolgen. Dazu sind folgende Verträge abzuschließen:

Biogas-Bilanzkreisvertrag: Um das eingespeiste Biomethan im Gasnetz zu transportieren, muss die Handelsgesellschaft (der Transportkunde) einenBilanzkreisvertrag mit dem Bilanzkreisnetzbetreiber abschließen.Der Netzbetreiber bilanziert die ein- und ausgespeisten Mengen in einem Bilanzkreis und rechnet etwaige Mehr- und Mindermengen mit dem Transportkunden ab.

Einspeisevertrag: Um die Zuordnung der eingespeisten Mengen zu einem Bilanzkreis zu regeln, schließt der Einspeiser einen Einspeisevertrag mit dem Einspeisenetzbetreiber. Im Einspeisevertrag werden die Qualitätsanforderungen des eingespeisten Gases geregelt.

Ausspeisevertrag: Der Letztverbraucher schließt für die Entnahme von Gas am physischen Ausspeisepunkt einen Ausspeisevertrag mit dem Ausspeisenetzbetreiber. Die Kosten der Netznutzung unterscheiden sich nicht vom Erdgastransport und werden vom Letztverbraucher unabhängig vom Ort der Einspeisung mit den Netznutzungsentgelten jeweils bis zum virtuellen Punkt bezahlt.

Vertragsbeziehungen (klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild)

Quelle: bmp greengas GmbH

 

Der Biomethanhandel  unterscheidet sich durch den Herkunftsnachweis vom klassischen Erdgashandel. Die in das Erdgasnetz eingespeisten Mengen Biomethan müssen mit den entsprechenden gesetzlich geforderten Eigenschaften (z.B. „aus Nawaro erzeugt“) von der Erzeugung bis zur Nutzung dokumentiert werden. Es handelt sich dabei um Eigenschaften, die sich im Wesentlichen aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen (in Deutschland u.a. dem EEG und EEWärmeG) ergeben.

Neben der Abwicklung des Transports und der Abrechnung hält der Händler ein Gasportfolio vor. Er kauft Biogasmengen von verschiedenen Erzeugern ein und kann an verschiedene Abnehmer und Endverbraucher ausliefern. Zudem ist der Händler in der Lage, Lieferungen strukturiert als Band, Profil oder auch einmalige Spot-Lieferung anzubieten. Diese klassischen Strukturierungen werden im Biomethanmarkt zudem von qualitativen Strukturierungen begleitet: Aus den Herkunftsmerkmalen wie beispielsweise „Biomasse“, „Nawaro“ und „Technologie-Bonus“ ergeben sich eine Vielzahl verschiedener Biomethanprodukte. Der Händler kann durch die Strukturierung dieser Merkmale individuelle Anforderungen bedienen, die sich aus den angestrebten Verwertungspfaden des Kunden ergeben.

Die erstellten Mengenbescheinigungen oder Zertifikate sind für Biomethankunden die Grundlage, um beispielsweise die Vergütungsansprüche gemäß EEG oder die Anrechenbarkeit im Rahmen des EEWärmeG nachzuweisen.

Quelle: dena, bmp greengas GmbH