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Kurznachrichten

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Veranstaltungen

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  • 19.10.2017

    4. Energiewendeforum mehr

  • 20.11.2017

    7. Statuskonferenz | Bioenergie. Flexibel und integriert in die nächste Epoche mehr

  • 29.11.2017

    Leipziger-Biogas Fachgesprächs „Energiefahrplan für morgen – Perspektiven für Biogasbestandsanlagen bis 2030“ mehr

  • 07.12.2017

    biogaspartner – die konferenz. Eine Strategie muss her! mehr

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Logistik

Bei der Logistik der Biomasse ist aus energetischen und wirtschaftlichen Gründen auf die Vermeidung von langen Lieferwegen des Substrates zur Biogasanlage zu achten. Da die Biomasse nur während kurzer Perioden im Jahr geerntet wird, setzt dies eine gut geplante Logistikkette voraus.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen Konzepten mit dezentraler und zentraler Lagerung:

Auf dezentrale Lagerung wird meist dann zurückgegriffen, wenn in näherer Umgebung der Biogasanlage bereits ausreichend Kapazitäten für die Lagerung der für das Jahr benötigten Biomasse vorhanden sind. Die Biomasse wird dann kontinuierlich („just-in-time“) an die Anlage geliefert. Dadurch wird eine gute Auslastung der Transportmittel erreicht, da das entstehende trockene Gärsubstrat als Rückfracht abtransportiert werden kann. Jedoch ist der personelle Aufwand relativ hoch, da mehrmals wöchentlich angeliefert werden muss.

Als zweites Konzept steht dem die zentrale Lagerung der Biomasse an der Biogasanlage gegenüber. Als Vorteil hierbei sind vor allem die konstante Silagequalität und der geringere Logistikaufwand zu nennen. Jedoch werden höhere Investitionskosten fällig, da Lagerkapazitäten geschaffen werden müssen. Durch Verminderung der Silierverluste um ca. 10% können jedoch Kostenreduktionen bei der zentralen Lagerung gegenüber der dezentralen Lagerung von 2€ pro Tonne Silage erreicht werden.

Die Wahl der Transportmittel ist abhängig von der Entfernung der Anbaufläche zur Biogasanlage. Bei kurzen Distanzen ist der Transport mit Schleppern günstiger, da nicht extra nach dem Häckseln verladen werden muss. Bei größeren Entfernungen kann das Umladen auf LKWs günstiger sein.

Wichtig bei der Anlieferung des Substrates ist die Unterscheidung zwischen gewerblichem und nicht gewerblichem Transport. Bei gewerblichen Transporten gehen steuerliche Vergünstigungen und Vereinfachungen für die Land- und Forstwirtschaft verloren. Um dies zu vermeiden kann vertraglich festgelegt werden, dass die Biomasse während des Transportes im Besitz des Landwirts bleibt und erst an der Anlage in den Besitz des Anlagenbetreibers übergeht. Die Maschinenringe empfehlen diesbezüglich, bei der detaillierten vertraglichen Ausgestaltung rechtliche und steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen.