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Kurznachrichten

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Veranstaltungen

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  • 26.09.2017

    Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven mehr

  • 20.11.2017

    7. Statuskonferenz | Bioenergie. Flexibel und integriert in die nächste Epoche mehr

  • 07.12.2017

    biogaspartner – die konferenz. Eine Strategie muss her! mehr

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Biomasseproduktion

Da Biogas grundsätzlich aus allen organischen Verbindungen (Biomasse) erzeugt werden kann, ist die genutzte Biomasse entsprechend vielfältig. 

Die Biomasse wird zum einen von Landwirten über den Anbau von geeigneten Pflanzen erzeugt. Zum anderen werden Reststoffe aus anderen Prozessen oder von Tieren sowie Haushaltsabfälle und Klärschlamm benutzt. Die Biomasse zur Verwendung in Biogasanlagen wird auch als Substrat bezeichnet.

Bei der Nutzung von Reststoffen als Substrat kommt jedes verfügbare, organische Material in Frage. Von besonderer Bedeutung sind hierbei Klärschlamm, Bioabfall und Gülle, da diese als Abfallprodukte in großem Maßstab günstig zur Verfügung stehen. 

Energiepflanzen für die Biogaserzeugung

Für den Einsatz in Biogasanlagen ist Mais besonderes gut geeignet, jedoch können auch Getreide (z.B. Roggen) und/oder Grasschnitt verwendet werden. In einigen tropischen Ländern ist der Anbau von Zuckerrohr als Energiepflanze weit verbreitet. Die Wahl der eingesetzten Pflanzen ist von Region zu Region unterschiedlich und sollte den lokalen Bedingungen angepasst werden. Hierbei ist unter anderem darauf zu achten, dass es nicht zu negativen ökologischen Folgeerscheinungen durch die veränderte Bodennutzung kommt.

 

Potenziale zur Produktion von Biomasse für Biogas

Begriffsbestimmung Potenziale

Biogaspotenzial Deutschland (BGW/DVGW-Studie 2006)
Die Grafik veranschaulicht den nebenstehenden Text. Es wird eine Steigerung des Biogaspotentials in Deutschland um fast 100% auf ca. 165 Mrd. kWh pro Jahr erwartet

Deutschland

Die Abschätzungen gehen von einem stagnierenden Aufkommen an Gülle, Mist und Reststoffe aus anderen Bereichen aus. Dagegen wird ein kräftiger Zuwachs über den Nawaro Anteil erwartet. Diesem liegt eine Anbauausweitung der Pflanzen zur Biogaserzeugung von etwa 0,55 Mio. ha im Jahr 2005 auf bis zu 1,6 Mio. ha im Jahr 2030 sowie eine jährliche Ertragsteigerung von etwa 2% zugrunde. Im Jahr 2030 kann das Biogaspotenzial in Deutschland insgesamt 165 Mrd. kWh erreichen, von denen sich etwa 117 Mrd. kWh über Nawaro bereitstellen lassen. 

Das verfügbare Biogaspotenzial über alle Biomassekategogien wird mit 78 bis maximal 105 Mrd. kWh im Jahr 2030 (etwa 10 Mrd. m³) geschätzt. Dieses wird zu einem großen Teil für Aufbereitung und Einspeisung genutzt. Weitere Informationen siehe BGW/DVGW-Studie (1.3 MB) PDF

Boigaspotenzial Europa (dena, EEA 2007)
Die Grafik veranschaulicht den nebenstehenden Text. Es wird eine Steigerung des Biogaspotentials in Europa um  150% auf ca. 500 Mrd. kWh pro Jahr erwartet.

EU-27

Perspektivisch wird auch in der EU das Biogaspotenzial maßgeblich vom Beitrag der Energiepflanzenproduktion bestimmt. Bis 2030 könnten über geeignete Energiepflanzen bis zu 650 Mrd. kWh Primärenergie bzw. 370 kWh/ a Biogas generiert werden. 

Berücksichtigt sind bei diesen Potenzialbetrachtungen die EU-Umweltstandards (Cross Compliance), von deren Einhaltung die Gewährung von Prämienzahlungen an die Landwirtschaft abhängig ist. Dazu zählt auch das strikte Verbot des Umbruchs von extensiv bewirtschaftetem Dauergrünland für den Energiepflanzenanbau. Darüber hinaus berücksichtigt die Potenzial-Betrachtung der EEA eine Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft auf 30% der Nutzfläche und eine 3%ige Stilllegung von intensiv genutztem Ackerland für die Schaffung von ökologischen Ausgleichsflächen (siehe Bericht EEA (2.4 MB) PDF).